Fairytale Mania in London: Mode trifft Kunst

von  2. April 2012

“Fairytale Mania” heisst es am 16. und 17. Februar 2012 in London; die Galerie Gmurzynska und die Modemarke La Mania präsentieren am 16. und 17. Februar 2012 während der London Fashion Week “Fairytale Mania” – einen “Festakt für Kunst und Mode”. Die Galerie Gmurzynska zeigt im Rahmen der Ausstellung  Werke des italienischen Künstlers Marco Perego und La Mania-Highlights die Herbst/Winter Kollektion 2012/2013. Die Mode von La Mania ist sehr schön, unbedingt mal anschauen.

La Mania-Mode

Kunst und Mode sind schon seit der Renaissance eng miteinander verbunden; auch Künstler versuchen Farben, Formen und Stoffstruktur von Kleidern exakt einzufangen. Diese Symbiose spiegelt sich auch bei dem Kunst- und Modeprojekt zur London Fashion Week wider. Organisiert wird alles vom vom „British Fashion Council“ und dem „British Council for Emerging Fashion Talents“. Die Modekollektion, präsentiert durch skulpturenartig stehende Models, Schaufensterpuppen, Multimediapräsentationen und hängende Strukturen, wird künstlerisch mit den ausgestellten Werken von Marco Perego verbunden.

La Mania wurde im September 2010 von der polnischen Geschäftsfrau Joanna Przetakiewicz gegründet, die auch Kreativdirektorin der Marke ist. Die Mode von La Mania steht für Logik, Minimalismus und Reduziertheit. Sie designt kleine Kollektionen, in denen Praktikabilität und minimalistische Formen wichtig sind sind. Auch will La Mania an die Eleganz des Hollywoods der 30er und 40er Jahre mit Ikonen wie Marlene Dietrich und Ava Gardner erinnern.

Kunst spielte schon immer eine wichtige Rolle im Leben von Przetakiewicz: So zeigten etwa die Skulpturen von David Smith und Alexander Calder ihr die Bedeutung der Proportionen und der Bewegung in der Mode. Der Künstler Marco Perego wurde 1980 in Salo del Garda geboren und zog im Jahr 2000 nach New York, wo er ein fester Bestandteil der Kunstszene wurde. Heute lebt und arbeitet er in Los Angeles. Die von ihm ausgestellten Arbeiten umfassen seine frühen Märchen-Gemälde, bei denen Mystik im Vordergrund steht sowie seine neueste Serie von Darstellungen auf Papier, die sich mit dem Thema Zerbrechlichkeit beschäftigen.

Außerdem werden Collagen gezeigt, die der Künstler zuerst aufgeschlitzt und dann mit dicken Streifen Klebeband wieder zusammengefügt hat. Perego will so zeigen, dass “das Leben aus verschiedenen Erfahrungen besteht, die einen Menschen letztendlich innerlich zerreißen können”. Um dennoch weiterleben zu können, müsse er seine inneren Wunden wieder verschließen und sich selbst wieder zusammenfügen.

Auch seine Acryl- und Ölgemälde drücken Verletzlichkeit aus: Das eingedrückte Papier und die daraus resultierenden Schatten darauf sind sehr akkurat, sie sollen den Betrachter dazu einladen,  genauer hinzusehen und sich zu fragen, was dahinter versteckt sein könnte.

Ziemlich glamourös

Einige Leinwände sind mit scheinbar zufällig gesetzten Farbspritzern in Grün oder Pink verziert, die die monochrome Leinwand aufbrechen. Andere werden den Farben Grau, Weiß und Braun überlassen, sie erinnern an Werke von Agnes Martin oder Brice Marden. Perego wird außerdem eine neue Serie von Gemälden aus weißen Korallen zeigen, die die Erforschung der Zerbrechlichkeit fortführt.

„Korallen sind wie Papier: Sie sehen robust und stark aus, sind in Wirklichkeit aber sehr zerbrechlich. Diese flüchtige Schönheit macht sie so speziell“, sagt Marco Perego. Passend zu diesem Kontext wird im Rahmen der Ausstellung Marco Peregos Film „Burn to Shine“ gezeigt; Peregos jüngste Studien zum Thema Zerbrechlichkeit werden in dem Film durch die Geschichte eines jungen Mädchens dargestellt, das durch eine Welt aus Gelatine reist. Der Soundtrack des Films wurde von Nelle Hopper komponiert, der schon Preise wie den BAFTA oder den Brit Award gewonnen und den Soundtrack zu Baz Luhrmans „Romeo und Julia“ komponierte.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 16. Februar 2012 von 19 bis 20 Uhr statt. Die Musik für diesen Abend wurde von Oscar-Preisträger Jan A.P. Kaczmarek komponiert, DJ Arson wird mit seinem Auftritt die Gäste unterhalten. Also, wer in London ist, hin! Alle Infos hier. Die Galerie Gmurzynska ist seit mehr als 45 Jahren auf die Meisterwerke der klassischen Moderne, der zeitgenössischen Kunst und auf Künstler der russischen Avantgarde spezialisiert. Sie ist in Zürich, St. Moritz und Zug zu finden.

(Photos: La Mania)